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Was sagen Sie dazu? Der Sachbuch Podcast der wbg


Jun 9, 2022

In dieser Folge des Wissens-Podcast der wbg sind die Historikerinnen Franziska Davies und Katja Makhotina zu Gast bei Rebekka Reinhard. Themen in dieser Folge werden die unterschiedlichen Erinnerungskulturen von Deutschland und Ost-Mitteleuropa sowie das heutige Russlandbild in der deutschen Öffentlichkeit sein. Zudem wird die Frage behandelt, ob es trotz abweichender Sichtweisen auf den Zweiten Weltkrieg eine gemeinsame europäische Zukunft geben kann.

Das Buch finden Sie u.a. im wbg Online Shop unter https://www.wbg-wissenverbindet.de oder geben Sie den Geisteswissenschaften eine Stimme, fördern Sie die wbg und werden Sie Mitglied unter https://www.wbg-wissenverbindet.de/ueber-uns/der-verein/mitglied-werden/.

Über die Autorinnen: Dr. Franziska Davies ist in Düsseldorf geboren. Sie wurde an der Ludwig-Maximilians-Universität München promoviert, wo sie Osteuropäische Geschichte lehrt. Zu ihren Forschungs- und Publikationsschwerpunkten zählt die moderne Geschichte Russlands, Polens und der Ukraine. Dr. Katja Makhotina ist in St. Petersburg geboren, promovierte in München und lehrt Osteuropäische Geschichte an der Universität Bonn. Mit ihren Studierenden erforscht sie seit Jahren lokale Erinnerung an die osteuropäischen Opfer in Deutschland und engagiert sich in der Gedenkstättenarbeit.

Über das Buch im Podcast: Offene Wunden Osteuropas - Reisen zu Erinnerungsorten des Zweiten Weltkriegs Das Erinnern an die Verbrechen des 2. Weltkriegs ist Fundament unseres freien, geeinten Europa – aber woran erinnert sich Deutschland, woran hingegen Osteuropa? Denn obwohl Deutschland als »Weltmeister« der Erinnerungskultur gilt, erweist sich unser Erinnern an den Vernichtungskrieg im östlichen Europa bei näherem Hinsehen als deutlich lückenhaft. In zehn Essays, die eigentlich Reisereportagen sind, machen die Autorinnen Franziska Davies und Katja Makhotina diese deutschen Erinnerungslücken anschaulich: Lwiw, Wilnaer Ghetto, Malyj Trostenez – was wissen wir über die zweieinhalbjährige Blockade Leningrads? Was über die Ereignisse in Belarus oder im Baltikum? Und welche Orte von Leid und Tod – außer Auschwitz - gab es in Polen noch? Sehr persönlich und anschaulich, auch unter Rückgriff auf die eigenen, unterschiedlichen Familiengeschichten, und mit Besuchen vor Ort und Gesprächen mit Zeitzeugen weisen sie überraschende Wege zu einem gemeinsamen Erinnern und zu gegenseitigem Respekt in Europa.